1.3.2012 - 30.4.2012

Doris Weinstein

Was waren die wichtigsten Ereignisse in Ihrem Leben?

Ich wurde 1959 als Zwilling in Karlsruhe geboren. Nach Beendigung der Grund- und der Hauptschule besuchte ich eine Wirtschaftsschule mit dem Abschluss der Fachschulreife. Um eine berufliche Orientierung zu finden, entschloss ich mich anschließend für einen 7-monatigen Aufenthalt als Au-Pair-Mädchen in Genf. Im Jahre 1979 lernte ich meinen Mann kennen, mit dem ich 14 Ehejahre verbrachte. Am 09.02. 1983 wurde unsere Tochter geboren.
Im März 1999 machte ich eine wichtige Glaubenserfahrung und erkannte, dass Gott für mein Leben wichtig ist. In dieser Zeit habe ich mich sehr authentisch erlebt. Ich habe zahlreiche Seminare in Kunst- und Tanztherapie besucht, die mir die Lebensfreude zurückbrachten.
Durch mehrere schmerzhafte Erlebnisse habe ich mich dann jedoch wieder in mich zurückgezogen und von Gott entfernt. Seither bin ich wieder auf der Suche nach mir selbst und dem Leben mit Gott.

Wie haben Sie mit dem Malen begonnen?

Nachdem sich meine psychische Erkrankung in der Zeit meiner Ehe und danach zunehmend verschlechterte, fasste ich damals den Entschluss, eine Therapie in einer christlichen Klinik zu machen. Durch den 8-monatigen Aufenthalt dort verbesserte sich mein Zustand und ich war auf dem Weg der Heilung mit Gottes Hilfe. Mein damaliger Ergotherapeut entdeckte mein künstlerisches Talent und ich verbrachte sehr viel Zeit in dem Wachsbatikraum. Ich empfand viel Freude daran, anderen das beizubringen, was ich selbst zuvor gelernt habe. Über die Batik kam ich schließlich zur Malerei, vorwiegend interessierte mich die Acryl- und Pastellmalerei. Dabei habe ich mir auf autodidaktischem Weg einiges an Technik erworben. Zunehmend wurde ich experimentierfreudiger und ich schuf eine Vielzahl an Acrylbildern, die auch schon ausgestellt wurden.

Welche der bekannten Künstler oder Künstlerinnen sind für Sie zu Vorbildern geworden?

Ich habe mich schon immer sehr für das Schaffen und das Leben anderer Künstler und Künstlerinnen interessiert. Zu meinen Vorbildern sind Vincent van Gogh, Georgia O'Keeffe und Frida Kahlo geworden und ich habe mich bei allen auch intensiv mit deren Biographie auseinandergesetzt. Besonders beeindruckend finde ich das Werk von Frida Kahlo, die schwere Schicksalsschläge und ihren Schmerz in ihren Bildern verarbeitet.
Bei van Gogh bewundere ich vor allem die starke Ausdruckskraft seiner Bilder und seine Biographie löste tiefes Mitgefühl bei mir aus. Bei Georgia O'Keeffe hingegen spricht mich besonders die Lebendigkeit und Echtheit an, die in ihren Bildern zum Ausdruck kommen. Mein Lieblingsbild unter ihren Blumenbildern ist die "Schwarze Calla".

Doris Weinstein

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